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Tagebuch
Achtung: Motetten in der Thomaskirche nicht im Januar, sondern im Februar
03.01.2010 14:52:09

Es freut uns sehr, dass unsere Homepage von den Lesern offensichtlich genau studiert wird. So wurden wir auf einen Fehler aufmerksam gemacht, den wir hier in aller Ausdrücklichkeit korrigieren möchten. Die Motetten in der Thomaskirche finden nicht wie ursprünglich und fälschlicherweise ausgegeben am 12.-14. Januar 2010, sondern am 12.-14. Februar 2010 statt. Vielen Dank für den freundlichen und wichtigen Hinweis!

Philipp

Monteverdis Marienvesper in der Thomaskirche am 28.11.
24.11.2009 09:26:01

Spektakulär wird es in der Thomaskirche: Advent – mit Monteverdis Marienvesper – prächtig, kunstvoll und selten zu erleben!
Am Samstag vor dem Ersten Advent 2009 schließen sich der Kammerchor Josquin des Préz, das Ensemble Thios Omilos, Solisten und das Leipziger Barockorchester zu einer Aufführung dieses großartigen Werkes zusammen. Die Sänger und Instrumentalisten werden dabei in der Thomaskirche von drei unterschiedlichen Orten (Altarraum, Chorempore und Nordempore) musizieren und damit einen großartigen Klangeffekt erzielen.
Im Jahre 1610 veröffentlichte der Mantuaner Hofkapellmeister Claudio Monteverdi eine Vespermusik für Marienfeiertage. Das Werk – heute meist mit dem Kürzel „Marienvesper“ bezeichnet – ist mit zahlreichen Vokal- und Instrumentalstimmen besetzt und weist stilistisch eine äußerst differenzierte Gestaltung auf. Monteverdi widmete die Vespermusik dem damals amtierenden Papst Paul V. aus der noblen Familie der Borghese, wohl in der Hoffnung auf eine Anstellung an einer der großen römischen Kirchen. Persönlich reiste er nach Rom, um sein Werk zu überreichen, jedoch wurde ihm dort nicht einmal eine Audienz beim Papst gewährt – Monteverdi kehrte unverrichteter Dinge nach Mantua zurück. Erst drei Jahre später ergab sich für ihn mit der Übernahme des Kapellmeisteramtes am venezianischen Markusdom der erhoffte Ortswechsel. Der für Monteverdi enttäuschenden Romreise verdankt die Musikwelt allerdings mit der „Marienvesper“ eine herausragende kirchenmusikalische Komposition, die bis in unsere Zeit immer wieder zu neuen Interpretationen herausfordert.
Als Venezianischer Kapellmeister kannte Monteverdi selbstverständlich auch die Werke Josquin des Préz‘, die fast ausnahmslos in den Musikverlagen der Lagunenstadt erschienen waren. Es ist daher ein reizvolles Unterfangen, eine Vespermusik durch zwei große Marienmotetten von Josquin zu ergänzen.

Monteverdi: Marienvesper


17. Projektkonzert der Reihe Josquin – Das Projekt
www.josquin-projekt.de
Samstag, 28. November 2009
19.30 Uhr Thomaskirche Leipzig
Anja Lipfert, Stefanie Fels – Sopran
David Erler – Altus
Kristian Sörensen, Sebastian Reim – Tenor
Karsten Müller – Bass
Ensemble Thios Omilos (Schola)
Kammerchor Josquin des Préz
Leipziger Barockorchester
Leitung: Ludwig Böhme

Karten zu 20 EUR und 15 EUR, ermäßigt 15 EUR und 10 EUR an allen bekannten ticket online-Vorverkaufsstellen.
Alle Marias haben freien Eintritt!

Konzert im Hauptgestüt Graditz abgesagt!
12.11.2009 22:50:09

Das Konzert im Hauptgestüt Graditz, das eigentlich am 29.11.2009 stattfinden sollte, wurde uns heute vom Veranstalter abgesagt.
Wer uns dieses Jahr mit unserem Adventsprogramm hören möchte, sei dafür umso herzlicher in das Jagdhaus Kössern eingeladen. Dort singen wir am Vorabend des 2. Advents, dem 5.12.2009 um 17:00 Uhr.

Rückblick herbstliche Sommerreise
09.10.2009 10:31:01

Thios Omilos on tour – auch in diesem Jahr hat sich unser Ensemble wieder auf den Weg gemacht und vor dem Beginn des neuen Semesters eine weitere Ecke der Bundesrepublik mit Konzerten beglückt. Vom 12. bis 20.September 2009 waren wir mit „Biller, Bach & Beatles“ im Norden zwischen Flensburg und Rostock unterwegs und sangen Konzerte in Gnoien, Klütz, Kiel, Sieverstedt, Werben an der Elbe und Gadebusch.


Es erwarteten uns blühende Landschaften, kulinarische Kostbarkeiten und akustische Wunderwerke...


Doch wie es der Zufall will, werden auch die schönsten Pläne von der Realität mehr oder weniger schnell über den Haufen geworfen. Nach dem zweiten Konzert in Klütz mussten wir krankheitshalber leider auf unseren zweiten Tenor Cornelius verzichten, den wir dann von Lübeck aus mit einer diagnostizierten Angina in einem verplombten Waggon (wie 1917 einst Lenin, nur in entgegengesetzte Richtung) als revolutionären Bazillus wieder nach Leipzig in Rekonvaleszenz setzten. Eine Programmumstellung war dringend notwendig, denn ohne Cornelius war ein Programm zwar mit Biller und Bach machbar, doch die Beatles hätten ohne ihn sehr alt ausgesehen...


Es ist heute Mode geworden, auf allen Gebieten Flexibilität zu fordern. Auf dem Arbeitsmarkt, in Schule und in Studium wird sie vorausgesetzt und wer nicht willens und in der Lage ist, einige unbezahlte Überstündchen abzuleisten, kann sehr schnell der Sorge enthoben sein, überhaupt zu einer Arbeitsleistung aufgefordert zu werden. Insoweit ist unser 1. Bass Philipp ein Musterbeispiel an genreübergreifender Flexibilität, da er es innerhalb kürzester Zeit bewerkstelligte, sich vom tiefengeprüften Bariton zum 2.Tenor aufzuschwingen. So war es uns möglich, mit einigen kosmetischen Programmverschiebungen und einer leichten Schwerpunktverlagerung von der Renaissance zur Romantik, die Konzertreise erfolgreich zu Ende zu führen. Ihm gebührt für diesen außerordentlichen Dienst großer Dank!


Erfreulich oft war auf dieser Reise auch ein Posten namens „Selbstverpflegung“ auf dem Reiseplan zu finden. Was im ersten Moment wie eine nervenfressende Zusatzlast erschien, entwickelte sich später zum Gemeinsinn fördernden Instrument einer ensembleinternen Sozialpolitik. Kurzum: jeder konnte nach seinen Leistungen und seinen Bedürfnissen in die Prozesse der Speisezubereitung eingebunden werden, wobei sich Tobias und Philipp als kreative Köche betätigten. Mir fielen mir vor allem die Aufräumungsarbeiten zu, was sich wiederum aus den meinen eigenen Fähigkeiten zur Speisezubereitung ergab. Arbeitsteilung in Küche und Musik, hier wie dort, doch eine Verbindung von beidem im Konzert steht leider noch aus...


Nebenbei konnten wir in Kiel und Klütz einige herrliche Impressionen von Ostseestrand und Herbstsonne, von Wind, Meer und Fischspezialitäten auf uns Wirken lassen.


Was bleibt nach einer solchen Reise? Sicherlich die Erinnerung an großartige Konzerte, schöne Städte und bezaubernde Landschaften. Doch mehr noch wirken die Begegnungen mit freundschaftlichen Klützern und kompetenten Gastgebern aus Werben nach. Sei es ein Spaziergang an der Elbe oder eine beeindruckende Führung durch Schloss Bothmer in Klütz; immer braucht es engagierte Menschen vor Ort, die neben der Erinnerung an ein Konzert später im Hirn auch Brücken zu Begriffen wie Freundschaft und Dankbarkeit schlagen lassen.

Patrick

Herbstliche Soiree am 25. September
24.09.2009 18:47:26

Hiermit möchten wir Sie und Euch ganz herzlich zu einem Konzert einladen, dass uns besonders am Herzen liegt. Es handelt sich dabei um die "Herbstliche Soirée" in der Lutherkirche am Johannapark, die dieses Jahr nun schon zum dritten Mal dort stattfindet. Zwischen Thomasalumnat und Musikhochschule gelegen, ist dieser Ort für uns symbolträchtig als Mittelpunkt unserer musikalischen Heimat zu sehen und Brennpunkt der beiden Institutionen, die uns musikalisch geprägt haben.
 
25. September, 19:30 Uhr
Lutherkirche am Johannpark, Leipzig
Herbstliche Soirée
Ensemble Thios Omilos
Alexandra Skiebe - Orgel
Eintritt: 8 €, Studenten und Schüler 5 €

Programm:


"Biller, Bach und Beatles" -


Motetten und Evergreens des 16., 17. und 20. Jahrhunderts

Im ersten Teil des Konzertes werden wir uns ganz zu unseren musikalischen Wurzeln, also der geistlichen Musik, bekennen. Motetten großer Renaissance-Meister wie Thomas Tallis und Christobal de Morales und Choräle von Johann Sebastian Bach werden eingerahmt durch zwei Kompositionen des derzeit amtierenden Thomaskantors und 16. Nachfolgers von Bach, Georg Christoph Biller, unter dem wir fünf neun Jahre lang im Thomanerchor gesungen haben.
Der zweite Teil wagt dann den Brückenschlag zu weltlichen Madrigalen von Orlando di Lasso, Thomas Morley und Hans Leo Hassler und zeigt unter anderem auf, wie bekannte und im ersten Teil gehörte Choralmelodien sich in weltlichen Kompositionen wiederfinden lassen, bevor wir dann zu den unsterblichen Hits der Comedian Harmonists und der Beatles überleiten, wobei sich zeigt, dass auch letztere manchmal im Gewand eines Renaissance-Madrigals auftreten können - zum Beispiel, wenn Sie im Arrangement der Kings Singers gesungen werden! Mit jazzigen Klängen wird dann der Kreis geschlossen - denn Georg Christph Biller ist nicht nur bekennender Beatles-Fan, sondern auch Jazz-Freund.


Zwischen den beiden Teilen spielt die Organistin Alexandra Skiebe „Drei jazzverwandte Choralbearbeitungen“ von Volker Bräutigam – hier noch einmal auf den oben genannten Brückenschlag zu verweisen, erübrigt sich.

Konzert zu Ehren des 140. Todestages von Carl Loewe
13.04.2009 12:27:38

Ein hochkarätiges Konzert zu Ehren des 140. Todestages von Carl Loewe (1796-1869) findet am Sonntag, 10. Mai 2009 (Muttertag) um 16.00 Uhr in der Stadtkirche St. Petri in Löbejün (Saalekreis) statt. Dazu laden die Internationale Carl-Loewe-Gesellschaft e.V. und die Stadt Löbejün herzlich ein.


Ausführende des A-cappella-Konzertes sind ehemalige Mitglieder des Leipziger Thomanerchores, die sich 2002 zum Männervokalensemble Thios Omilos zusammenschlossen. Dargeboten werden neben Chormusik von Carl Loewe, Felix Mendelssohn Bartholdy, Edvard Grieg und weiteren Komponisten der Romantik auch A-capella-Werke zum Thema „Liebe & Wein“ bis hin zu Titeln der Comedian Harmonists.


Vor dem Konzert wird ab 14.00 Uhr auf dem Kirchhof  (bei schlechtem Wetter im benachbarten Stadthaus, Am Kirchhof 1) zu Kaffee und Kuchen eingeladen.


Trotz begonnener Umbauarbeiten kann die kleine Ausstellung zu Leben und Werk des bedeutenden Komponisten der Romantik Carl Loewe im Carl-Loewe-Haus ab 14.00 Uhr besichtigt werden.


Eintrittspreise: 5,- Euro, Ermäßigte: 3,- Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre frei


Weitere Informationen im Internet: www.carl-loewe-gesellschaft.de


Kartenvorbestellung und -vorverkauf: Tel.: 034603 / 7 11 88 oder 034603 / 77250 (Fremdenverkehrsamt Löbejün in der Kunst- und Kulturscheune des Historischen Stadtgutes Löbejün, Kämnitz 1)


oder per E-Mail: vorstand@carl-loewe-gesellschaft.de


 

"Vorzeichen" - Vernissage
18.01.2009 22:08:48

Am Donnerstag, dem 22.1.2009 singen wir anlässlich der Vernissage des Leipziger Künstlers Heinrich Mauersberger "Vorzeichen - Ein Künstler stellt sich vor". Sie ist vom 22.1. bis 7.3.2009 in der Galerie Villa Bösenberg in der Erfurter Straße 4 (Leipzig) zu bewundern. Wenn Sie am Donnerstag oder zu einen späteren Zeitpunkt vorbeischauen möchten, können Sie sich im folgenden (gekürzten) Artikel schon einmal selbst ein Bild über den Künstler und sein Schaffen machen!










Philipp










Nomen est Omen. In der Ausstellung Vorzeichen erlebt der Besucher die gezeichneten Werke des jungen Künstlers Heinrich Mauersberger, auf dem Weg zum Selbst, auf der Suche nach der Identität.
Heinrich Mauersberger ist ein Getriebener. Mit viel Disziplin und Ehrgeiz arbeitet er an seinen Werken und ist dabei immer auf der Suche, nach dem Entscheidenden, nach dem Selbst.
Beschäftigt er sich derzeit mit dem Ornament und seiner Erscheinung, ergründet er an ganz anderer Stelle die Fläche, oder auch den Kubismus. Konzentriert er sich hier auf das Wesentliche, verliert er sich dort in seiner Begeisterungsfähigkeit für optische Reize. Er arbeitet mal grob und flächig und dann wieder kleinteilig, sehr ornamental und facettiert.
Was dabei herauskommt sind ausdrucksstarke Werke, die den Betrachter in sich hineinzuziehen scheinen, zumindest aber einen Dialog fordern.
Heinrich Mausersberger ist am 30. September 1987 in Leipzig geboren. Wie seine Eltern und Geschwister konzentrierte auch er sich zunächst auf die Musik. Dass das nicht auch sein Weg ist, spürte er bald und probierte sich im Bildnerischen. In den Jahren 2002 und 2003 hatte er die Gelegenheit freiwillige Praktika in der Bühnenbildnerei des Theaters in Altenburg-Gera zu absolvieren. Als Schüler besuchte er zwischen 2002 und 2004 die Abendakademie der HGB Leipzig. Um sich stärker in seine Arbeit vertiefen zu können riet ihm sein damaliger Lehrer auf das Burg-Gymnasium in Wettin zu wechseln. Ab 2004 konnte Heinrich Mauersberger dort - mit dem Schwerpunkt der bildenden Kunst - lernen und arbeiten. Im Jahre 2007 schloss er mit dem Abitur ab und konnte so zum Wintersemester 2008 das Studium der Malerei Grafik an der HfBK Dresden aufnehmen.
Wohl auch aus diesem Grund ist die Vernissage zur Ausstellung „Vorzeichen“ des aufstrebenden jungen Künstlers Heinrich Mauersberger untermalt mit den Klängen des Ensembles, ehemaliger Thomaner, „Thios Omilos“.
Nutzen Sie die Gelegenheit diesem außergewöhnlichen, erfrischenden jungen Mann und seinen herausragenden Werken zu begegnen.
Tina Seyffert










Weitere Informationen:










Thomas Werner (Tel. 0179/3256931)
e
-mail:
thomaswerner@heinrichmauersberger.de
www.heinrichmauersberger.de

Live am Samstag in der Leipziger Marktgalerie
19.12.2008 00:02:42

Am nächsten Samstag, 20.12.2008, sind wir gleich zwei mal kurz hintereinander in Leipzig singend zu erleben. Zunächst um 15:00 Uhr in unserer Beinahe-Heimat, der Thomaskirche zur Motette - und anschließend, um ca. 17:30 Uhr, in der benachbarten Marktgalerie, wo wir im Rahmen des Weihnachtsmarktes beim Stand unserer CD-Produktionsfirma "Rondeau Production" auftreten werden. Beide Male werden wir stimmungsvolle Adventsweisen und Weihnachtslieder zum Besten geben.
Am Sonntag nach dem Gottesdienst in der Thomaskirche gönnen wir uns dann nach einem musikalisch sehr anstrengenden, anspruchsvollen, aber auch sehr erfolgreichem zweiten Halbjahr 2008, mit immerhin fünf völlig neu erarbeiteten Programmen (zwei verschiedenen auf der Sommerreise; dem Thomaskonzert, das uns sehr viel Freude bereitet hat, am 4.11. mit hervorragenden Gästen; "Now let us make a merry greeting" mit Madrigalen und heiteren Liedern rund um den Wein und das Weib; und "Salve Regina" mit besinnlichen Adventsgesängen), unserer ersten größeren Sommerreise mit immerhin 12 Konzerten in 18 Tagen, einem schönen Workshop mit Studenten aus Nanjing/China unter der Leitung von Simone Weißenfels, der großen gelungenen Uraufführung von Mathias Monrad Møllers großartiger vierteiligen Motette "Kreuz und Auferstehung" am 4.10.2008 und dem Erscheinen unserer ersten CD im August ("Auftakt")
eine Weihnachtsferienpause.
Für die nächsten Tage wünschen wir all unseren Freunden, Begleitern, Förderern und Familien fröhliche Festtage und hoffen auf ein freudiges Wiedersehen in 2009!

Eure "Omiloten"


Philipp

"Liebe und Wein": In Vorfreude auf den Rheinwein...
23.10.2008 15:19:17

... machen wir uns morgen heimlich im Nebel der zeitigen Morgenstunden auf in Richtung Rheinland. Dort werden wir für drei Tage verweilen und zwei Konzerte singen, am Samstag in Bad Godesberg und am Sonntag in Kettig. Dabei werden wir unser neues weltliches Programm "Now let us make a merry greeting" präsentieren. Darin enthalten sind nun endlich einmal ein paar englische Madrigale, aber ebenso romantische Liebes- und Weinlieder aus Norwegen, Ungarn, Frankreich, Schottland, Sachsen und Deutschland. Fehlen dürfen allerdings ebenso nicht die unvermeidlichen Evergreens von den Comedian Harmonists.


Das Programm ist am 22.11. noch einmal in Leipzig bei "Kallenbach" zu hören, da der Loewe-Liederabend dort bis auf weiteres verschoben wurde.


Philipp

Herbstliche Sommerreise III
21.09.2008 20:51:43

Nun ist sie auch schon wieder zu Ende: die diesjährige Sommerreise des Ensembles Thios Omilos. Mit gut besuchten Konzerten in Lobenfeld, Mosbach und (leider weniger stark frequentiert) Heidelberg, ist die Tournee unserer Gruppe mit einem dreitägigen Abstecher ins Badische zu Ende gegangen. Anders als bei unserem ersten Aufenthalt vor drei Jahren blieb sogar etwas Zeit, um die Sehenswürdigkeiten Heidelbergs genauer unter die Lupe zu nehmen. So genossen wir, politisch und geistlich gestärkt durch Besuche in der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte sowie der Heilig-Geist-Kirche, den Blick vom Heidelberger Schloss auf die barocke Innenstadt und den Neckar. Natürlich durfte auch ein Besuch beim weltberühmten Heidelberger Weinfass nicht fehlen (das ein Männerquintett wie das unsere es allerdings geschafft hat, sich besten Gewissens erst vor dem falschen Fass ablichten zu lassen, mag gern unserer fehlenden Gigantomanie angelastet werden, erwies sich das echte Fass von Heidelberg schließlich als potenzieller Sarg für knapp 250 000 Liter Wein!).

Für den letzten Tag war neben der Rückkehr in unser Bonner Stammquartier und einer Probe für kommende Konzerte aber noch ein weiterer gewichtiger Tagesordnungspunkt eingeplant: das große Dankeschön-Kochen für Familie Frommelt, die uns, aufs Beste mit allerlei Viktualien ausgestattet, für lange Zeit beherbergt und mit bestaunenswertem Gleichmut ausgehalten hat. Am Ende konnten wir, die wir in der Regel unsere Berufung eher im kulinarischen Genuss denn im Selbermachen sehen, uns alle über durch eigener Hände Arbeit zustandgekommene gigantische Portionen von Pizzabrötchen, Gurkensalat, Curry-Reis-Ananas-Kreationen und kalorienstrotzendem Honig-Sahne-Gemisch freuen! Insgesamt kann also von einem gelungenen Abschied gesprochen werden. Doch tränenreich war das Scheiden von Bonn am Ende doch nicht: bedingt durch die frühe Aufstehzeit zum Erreichen des Fliegers nach Leipzig/Halle von 4 Uhr (sic!), fiel das Abschiednehmen von zwei an Ereignissen so reichen Wochen Konzertreise eher schläfrig denn bitter aus (ob die kiloweise erworbenen Gummibärchen allerdings als schmackhaftes Trostpflaster herhalten mussten, entzieht sich meiner Kenntnis...)

Patrick
Zwischenbericht aus Bonn - Herbstliche Sommerreise II
15.09.2008 22:56:13

Vier Konzerte im Rheinland bzw. im Ruhrgebiet haben wir nun schon auf dem zweiten Teil unserer Reise hinter uns gebracht – da darf sich Thios Omilos auch mal einen freien Tag erlauben! Insbesondere vor allem dann, wenn zwei kulturelle Großereignisse auf dem Plan stehen, wie es heute bei uns der Fall war.
Nach einem ausgiebigen (und späten) Frühstück ging es in die Bonner Innenstadt, wo wir dem altehrwürdigen Beethoven-Haus einen Besuch abstatteten. Neben allerlei Handschriften, Partituren und Instrumenten beeindruckte vor allem eine interaktive Opernszene aus „Fidelio“ in der wir selbst, mit 3-D-Brillen auf der Nase, die Protagonisten Florestan, Don Pizarro und co. auf der Opernbühne steuern konnten.


Nicht weniger Bonn-typisch, aber um einiges schmackhafter, war der zweite Programmpunkt des heutigen Tages: Shoppen im Werksverkauf von Haribo. Für mich, als erklärten Gummibärchen-Freak, war der Laden in Supermarktgröße natürlich das Paradies auf Erden, doch auch meine Mitsänger ließen sich vom Goldbärenfieber anstecken. So kam es, wie es kommen musste...gut 80 € ärmer, dafür um ca. 20 kg Gummibärchen reicher, verließen wir den Ort des Geschehens. Für eventuelle Konzertunterbrechungen bei unseren letzten drei Konzerten in Baden-Würtemberg, aufgrund von akutem Bauchschmerz, bitten wir schon jetzt um Entschuldigung!


Tobias

Herbstliche Sommerreise I
09.09.2008 13:22:02

Den ersten großen Teil unserer diesjährigen Reise haben wir nun hinter uns. Bei oftmals schon richtig herbstlichen Wetter reisten wir quer durch den Osten der Repubik, durchfuhren mit Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern, Berlin und Brandenburg immerhin sechs Bundesländer, legten 2423 km Wegstrecke zurück, sangen vier wunderschöne Konzerte in meist voll besetzten Kirchen und konnten uns jedes Mal über die wunderbare Gastfreundschaft unserer Privatquartiere freuen. So seien in diesem Zusammenhang besonders Familie Bräuer aus Berbisdorf, unserem Freund Heiko Held aus Neuhaus, Tabea Kallweit aus Melzow und unserem Leib- und Magenarzt (sowie uns Sonntag erklärt wurde auch Manager) Dr. Michael Kretschmar gedankt, dass wir uns die vier Tage so wohl fühlen durften, dass durch ihren Einsatz die Konzerte so wunderbar entspannt werden konnten, trotz der vielen Stunden im Auto und dass wir alle viele, viele Kilogramm und Bauchumfang zulegen konnten...
Was uns besonders erfreut, ist, dass unsere neue CD "Auftakt" gleich bei ihrer Präsentation auf dieser Reise zum echten Kassenschlager geworden ist. Wer sich also noch eines dieser seltenen Exemplare ergattern möchte, sollte sich beeilen...


Unser geliebter Tourbus "JUMPY" von der Niederlassung Citroen Leipzig

Erfolgreicher Auftakt der Sommerreise
01.09.2008 00:01:20

Am heutigen Abend haben wir mit einem schönen Konzert im Kloster Chorin unsere diesjährige Sommerreise eröffnet. Bei tollem Spätsommerwetter präsentierten wir in diesem herrlichen Ambiente unser gemischtes Programm.


Weiter geht es am Donnerstag. Dann folgen gleich vier Konzerte aufeinander, in der Reihenfolge: Berbisdorf, Oberweißbach, Melzow und Judenbach. In all diesen Konzerten wird ebenfalls unser gemischtes Programm erklingen!

Gottesdienst in Grünefeld ohne Thios Omilos
24.08.2008 15:59:42

Wie uns vor kurzem mitgeteilt wurde, wird der Gottesdienst in Grünefeld am 31.8.2008 nun doch ohne die Beteiligung von Thios Omilos stattfinden. Diskrepanzen in der Planung des Gottesdienstes auf Seiten der Gemeinde sind hierfür offensichtlich ausschlaggebend.

Thios Omilos wird 6 Jahre alt!
13.08.2008 11:56:58

Wie schnell die Zeit vergeht! Als sich Thios Omilos vor sechs Jahren - am 13. August 2002 - gründete, ahnte noch niemand, dass wir uns heute immer noch recht frisch und jugendlich zu Proben und Konzerten unter diesem Namen wiedersehen würden.


Ursprünglich hatten wir uns nämlich - damals noch mit einem anderen Namen, der aber hier nicht verraten wird... - nur zusammengeschlossen, um innerhalb einer Projektwoche an der Thomasschule, ein paar Männerchöre einzustudieren und damit auch dem von uns nur zum Teil geliebten "Physik-Energie"-Projekt entgehen zu können. Der Spaß beim Singen und stetige Erfolge ließen uns aber glücklicherweise bis heute und hoffentlich noch lange weiterarbeiten.


In den letzten Jahren sind wir auch einigen Besetzungswechseln ausgesetzt gewesen. Am Anfang sangen wir sogar als Doppelquartett: Heinrich Vetter, Patrick - Tenor I; Ringo Wegrich, Max Lier - Tenor II; Max Ehlert, Cornelius Müller - Bass I; Tobias und ich - Bass II. Schon im Januar 2003 reduzierte sich allerdings die Besetzung auf ein Quintett mit Patrick, Ringo, Cornelius M., Tobias und mir. Erst im Frühjahr 2005 stieß dann Emanuel als neuer zweiter Bass im Tausch mit Cornlius M. zu uns. Und erst seit uns Ringo im Oktober 2006 in Richtung Bundeswehr verlassen hat und Cornelius F. sich in unseren Reihen als zweiter Tenor eingegliedert hat, sangen wir in der noch heute bestehenden erfolgreichen Besetzung. Also, liebe Ex-Omiloten Heinrich, Ringo, Max L., Max E. und Cornlius M.: Feiert mit uns diesen Tag und seid noch einmal herzlich für euer Engagement bedankt!


Philipp

Erste CD erschienen!
10.08.2008 20:22:44

Endlich ist es soweit: Vorbei sind die Zeiten, in denen wir die vielen Anfragen nach Aufnahmen von Thios Omilos nur mit einem verlegenen Kopfschütteln beantworten konnten, denn in wenigen Tagen wird unsere erste CD mit dem programmatischen Titel "Auftakt" erhältlich sein. Es handelt sich um ein Kleinod mit insgesamt 25 Minuten Laufzeit, in denen ein musikalischer Querschnitt durch unser Repertoire geboten wird. Entstanden sind diese Aufnahmen im Oktober 2007 und im Januar 2008 in der Lutherkirche Leipzig sowie im Tonstudio Leipzig Gohlis. Für die beeindruckende Motette "Praeter rerum seriem" von Josquin Deprez haben wir uns sogar Verstärkung geholt: Als Gastsänger zu hören ist bei diesem Stück Ben Boresch als Altus.
Leiter der Aufnahmen war in beiden Fällen unser Tonmeister des Vertrauens und Lieblingsgambist Benjamin Dreßler (der in letztgenannter Funktion auch beim Thomaskonzert am 4.11. mit uns musizieren wird).
Für das phantastische Layout bedanken wir uns bei Konrad Waschnewski, ehemaliger Klassenkamerad und inzwischen zuverlässiger Fotograf und Produzent vieler unserer Plakate und Programmhefte.
Produziert wurde "Auftakt" schließlich beim Label "Rondeau production", bisher bekannt durch Aufnahmen u.a. mit dem Windsbacher Knabenchor, dem Knabenchor Hannover und dem Thomanerchor Leipzig. Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle noch an den Geschäftsführer Frank Hallmann.
Die CD "Auftakt" wird nicht im Handel erhältlich sein, sondern kann nur bei uns bestellt werden (über "CD & Hörbeispiele" --> "CD online vorbestellen"). Der Versand liegt in den verantwortungsvollen Händen von Tobias.
Selbstverständlich gibt es von nun an auch nach unseren Konzerten die Möglichkeit, sich ein Stück Thios Omilos in Form der CD "Auftakt" zum immer wieder Hören oder Verschenken mit nach Hause zu nehmen.


Emanuel

Programm für Sommerreise steht fest
10.08.2008 20:18:47

Vor einigen Tagen teilte uns Philipp mit, dass das Programm für die Konzertreihe "Thios Omilos on tour 2008" (31.August bis 17.September) nun endgültig feststeht. In wenigen Tagen werden wir mit der bisher intensivsten Probenphase in der Geschichte von Thios Omilos beginnen. Es ist das erste mal, dass wir für eine Reise ein fast komplett neues Programm einstudieren. Genau genommen handelt es sich sogar um zwei Programme, denn vor uns liegen sowohl Konzerte mit rein geistlichem als auch mit gemischten Programm.


So werden im gemischten Programm u.a. Werke von Edward Grieg, Gregor Meyer, Halfdan Kjerulf erklingen. Im geistlichen halten wir uns an die alten Meister di Lasso und de Morales sowie an Peter Cornelius. Zudem führen wir in beiden Programmen Motetten vom Thomaskantor Johann Gottfried Schicht, unserem Kumpanen und Thomasser-Freund Mathias Monrad Möller und Teile aus der Messe für Männerchor von Robert Volkmann auf.


Eine Vorauswahl werden wir bei unserem Konzert am 22. August in der Apostelkirche in Großzschocher präsentieren.


Emanuel

Herbstliche Soiree am 4.10. in der Lutherkirche
10.08.2008 20:14:18

Wir möchten die geneigten Leser und Hörer auf ein Konzert aufmerksam machen, dass uns besonders am Herzen liegt. Es handelt sich dabei um unsere traditionelle "Herbstliche Soiree" in der Lutherkirche. Zugegebenermaßen kann man noch nicht wirklich von einer Tradition sprechen, denn bisher fand die "Herbstliche Soiree" nur einmal, und zwar am 30.September 2006, statt. Dies war unser erstes selbst organisiertes Konzert in Leipzig und gleichzeitig das Abschiedskonzert für unseren damaligen 2. Tenor Ringo Wegrich.
Inmitten des Johannaparkes, direkt zwischen Alumnat des Thomanerchores und Musikhochschule gelegen, ist die Lutherkirche für uns ein ganz besonderer Ort. Hier sangen wir jenes für uns unvergessliche Konzert am 30.September 2006, kurz nach dem Abitur und damit dem Ausscheiden aus dem Thomanerchor von Philipp, Tobias, Patrick und Ringo. Auch unsere erste CD-Aufnahme fand in der Lutherkirche statt.
Unser Wunsch ist es, von nun an jedes Jahr im Frühherbst diese Herbstliche Soiree stattfinden zu lassen, denn unsere musikalische Heimat liegt genau dort, zwischen Musikhochschule und Thomanerchor. Doch um diesen Plan in die Tat umzusetzen, brauchen wir natürlich Unterstützung, denn was bringt schon ein jährlich stattfindendes Konzert ohne Publikum? Deshalb freuen wir uns über jegliche Art der Mundpropaganda - damit wir vielleicht wirklich eine kleine Tradition in der Leipziger Musiklandschaft aus der Taufe heben können.


Emanuel

Konzert in St. Laurentius zu Zwenkau
23.06.2008 22:59:34

Am kommenden Samstag, dem 28. Juni 2008, sind wir endlich wieder einmal in der Nähe von unserer musikalischen Heimat Leipzig zu erleben. Nämlich in Zwenkau, was sogar den Geburts- und wirklichen Heimort von unserem I. Bass Philipp Goldmann, alias "Kulter", darstellt. Vor zwei Jahren wurden wir dort in der Laurentiuskirche bereits sehr freundlich empfangen und hatten sehr positive Rückmeldungen erhalten und so ist es uns eine Freude, wieder in die Kleinstadt an der Batschke zurückzukehren.


Wir werden ein gemischtes Programm zum Besten geben: im Geistlichen Teil singen wir Kompositionen von Orlando di Lasso, Bearbeitungen von Johann Sebastian Bachs Werken, sowie zwei Motetten der ehemaligen Thomaskantoren Hiller und Schicht. Zudem führen wir noch einmal zwei Teile aus der Messe in B-Dur von Rheinberger auf, die bereits zu den Motetten in der Thomaskirche im März erklang. Im weltlichen Teil singen wir wieder unsere Hits von den Comedian Harmonists, von Gregor Meyer und natürlich auch romantische Lieder von Louis Spohr.


Orgel spielt Anne Heising.
Restkarten gibt es an der Abendkasse.
Anpfiff ist 20:00 Uhr!

Bachfest, Chinesen und ein großes Jubiläum...
16.06.2008 17:49:26

Vergangenes Wochenende standen einmal wieder viele herrliche und interessante Konzerte auf unserm Plan:


Am Freitag, Sonntag und heute hatten wir das Vergnügen, Mitwirkender der Konzertreihe "Saitenstraße Leipzig-Nanjing" zu sein. Unsere chinesischen Freunde, die morgen leider schon wieder zurückfliegen, boten den begeisterten Zuhörern und auch uns in Leipzig, Löbejün und im Forum Thomanum eine exotische Darbietung der Extraklasse mit ihrer traditionellen chinesischen Musik. So spielten die insgesamt sieben MusikerInnen auf ihren für uns geheimnisvoll fremdartig klingenden Instrumenten, z.B. Er Hu, Yinchang, Bambusflöte, Pi-Pa u.a. Wir sind froh, dass wir mit dem "Schlaflied für K." (von S. Weißenfels) ein Werk auch mit ihnen gemeinsam aufgeführt haben. Heute Abend werden wir sie zünftig bei Fußball (Deutschland vs. Österreich), gutem Essen und Trinken gebührend verabschieden!



Am Samstag Morgen wiederum hatten wir die Ehre beim Leipziger Bachfest zur Mette in der Nikolaikirche singen zu können. Wir empfanden es als sehr angenehm, die ganz besondere Atmosphäre dieses großen Musikfestes das erste Mal zu schnuppern.
Am Nachmittag unterdessen waren wir in Thüringen unterwegs, wo wir in Sonneberg ein Konzert gaben und abends im benachbarten Judenbach dem dortigen Männerchor einen musikalischen Glückwunsch zum 130-jährigen Jubiläum überbrachten! Wir wurden sehr freundlich empfangen, konnten das ein oder andere Bier und leckere Bratwurst genießen und haben natürlich auch ein bisschen gesungen, was das Publikum mit eu
phorisiertem rhytmischen Klatschen honorierte!


Das war's, bis zum nächsten Mal!
Euer Kulter


(Foto: Ulrike Hönig)

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